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Gemeinde Bad Bellingen optimiert Energieverbrauch der Kläranlage


Die Kläranlage ist der größte Stromverbraucher der Gemeinde. Massive Pumpen und Rührwerke sorgen für einen gesamten Energieverbrauch von rd. 315.000 kWh/Jahr.

Zunächst wurden Optimierungen im Bereich von Pumpen, Belüftungstechnik, Regel-Steuerungstechnik etc. vorangebracht. Und schließlich 2014 eine Photovoltaik-Anlage zum reinen Eigenstromverbrauch installiert.

Die Gemeinde Bad Bellingen hat nun das alte, auf der Kläranlage Bad Bellingen vorhandene, mit Faulgas betriebene BHKW (Inbetriebnahme 1999) mit einer elektrischen Leistung von 25 kW durch ein neues, mit Faul- und Erdgas betriebenes BHKW mit einer elektrischen Anschlussleistung von 30 kW, ersetzt. Damit wird Strom und Wärme erzeugt.
Durch den zusätzlichen Einsatz von Erdgas, für das eine neue, ca. 750 m lange Anschlussleitung von bn-Netze verlegt werden musste, lässt sich die Nutzungsdauer des BHKW von bisher ca. 2.000 Betriebsstunden(Bh)/Jahr auf ca. 7.500 Bh/Jahr, davon 5.500 Bh im umweltfreundlichen Erdgasbetrieb, steigern. Die Stromproduktion steigt von rd. 50.000 kWh/Jahr auf rd.
220.000 kWh/Jahr. Der eigenerzeugte Strom wird vollständig für den Eigenbedarf der Kläranlage genutzt. Zusätzlich zu dem BHKW wird die PV-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 30 kW betrieben, die ca. 30.000 kWh/Jahr erzeugen.

Neu ist, dass auch die Wärme des BHKW in der Kläranlage verwendet wird: einmal als Heizung für die Gebäulichkeiten, aber auch um den Faulturm immer auf optimaler Temperatur zu halten.
Die bisherige Wärmeerzeugung durch Heizöl (Verbrauch ca. 20.000 l/Jahr) entfällt. Die Heizungsanlage wird nur noch für Betriebsstörungen des BHKW´s vorgehalten, eine planmäßige Heizung mit Heizöl ist nicht mehr vorgesehen.

„Auch finanziell rechnet sich das für die Gemeinde: Ökonomie und Ökologie liegen hier wie so oft beieinander“, so Bürgermeister Dr. Hoffmann. „Ich freue mich, dass wir wieder einen Schritt weiter gekommen sind und das Heizöl komplett einsparen können. Damit wird auch der Luftreinhaltung genüge getan, weil weit weniger Rußpartikel in die Luft entweichen. Beim Strom können wir damit auch die Netze nachhaltig entlasten, da das BHKW im Klärwerk ja regelmäßig und dauerhaft produziert.“

Die Investitionskosten für das neue BHKW einschl. Füllstandsmessung Gasbehälter, Isolierung Faulschlammleitungen im KG betragen insgesamt rd. 250.000 € brutto, davon rd. 100.000 € für den Baukostenzuschuss für die Erdgaszuleitung. Die jährlichen Einsparungen beim Strombezug betragen rd. 45.000 € und beim Heizöleinkauf rd. 12.500 €. Im Gegenzug fallen für den Erdgasbetrieb Brennstoffkosten in Höhe von rd. 37.500 €/Jahr an. Die Anlage wird in den ersten 10 Betriebsjahren als KWK-Anlage mit rd. 7.500 €/Jahr gefördert. Der wirtschaftliche Vorteil (einschl. AfA, ohne Zinskosten) für den Betrieb des neuen BHKW´s beträgt rd. 13.500 €/Jahr für die ersten 10 Betriebsjahre. Ab dem 11. Betriebsjahr reduziert sich der Kostenvorteil durch die entfallende KWK-Förderung auf rd. 6.000 €/Jahr. Der Fremdstrombezug reduziert sich beim stromgeführten Betrieb des BHKW´s auf rd. 65.000 kWh (13.500 €/Jahr).

Seit Jahren ist es das Bemühen der Gemeinde Bad Bellingen, den Energieverbrauch bei gemeindeeigenen Gebäuden und Anlagen einzudämmen. Auch ohne teure Wettbewerbe und öffentlichkeitswirksame
Papiere wurden fast alle kommunalen Gebäude energetisch saniert. Wo
immer möglich, Dächer mit Photovoltaik-Anlagen belegt und die eigenen Energieerzeugung gefördert. „Jüngstes Beispiel sind die energetischen Bemühungen bei der Kläranlage in Bad Bellingen. Wir haben immer in Anlagen investiert und weniger in Papier. Mit diesem Konzept fahren wir
gut, vor allem für die Gemeindekasse“, so Rechnungsamtsleiter Frank Spiegelhalter, der auch die Regie über den Klärbetrieb führt.


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