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Informationsvortrag Einbruch in Bad Bellingen



Alle drei bis vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Besonders häufig trifft es dabei auch den Landkreis Lörrach und seine Bewohner. Das wussten auch die mehr als 50 Teilnehmer der Informationsveranstaltung im Kurhaus, bei der Beamte der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Freiburg, Standort Lörrach, wertvolle Tipps gaben.
Bad Bellingen. Kriminalhauptkommissar Günter Welzel und Polizeihauptkommissar Thomas Oesterlin setzten dabei vor allem auf „die gute alte Mechanik“ und eine aufmerksame Nachbarschaft. Bürgermeister Christoph Hoffmann gab den Tipp, dass es bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau Zuschüsse für die nachträgliche Einbruchssicherung, etwa von Fenstern und Türen, gibt.

Die dunkle Jahreszeit ist die Haupteinbruchszeit. Immerhin: Durch massive Präsenz der Polizei in diesem Winter und Frühjahr konnten die Einbruchszahlen im Landkreis gesenkt werden – so mancher Einbrecher hat seine Tätigkeiten deshalb verlagert. „Im Januar hatten wir 19 Einbrüche, im Vorjahr waren es noch 53, im Februar waren es 22 (Vorjahr 70), Im März 21 (Vorjahr 53), im April 14 (Vorjahr 27)“, zählte Welzel auf.
Da konnte einem schon mulmig werden: Die Beamten zeigten zahlreiche Fotos von Einbrüchen, die dokumentierten, wie die Täter vorgehen, die es vor allem auf Schmuck und Bargeld sowie kleinere Elektronikgeräte wie Handys, E-Books oder Laptops abgesehen haben. Beispielsweise brachial geöffnete Türen und Fenster. Klar wurde dabei aber auch: So manches Verhalten macht es den Einbrechern leicht – etwa gekippte Fenster, nur ins Schloss gezogene, aber nicht zwei Mal per Schlüssel verriegelte Türen. Ein Einbrecher will schnell an Beute kommen, gelingt es ihm nicht innerhalb von 30 Sekunden bis zu einer Minute, dann gibt er oft auf und „probiert es nebenan“, so Welzel.
Mit dem Schraubenzieher aufhebeln, den Rahmen durchbohren, um anschließend die Fenstergriffe aufzuziehen, Glas durchstechen – das sind die bevorzugten Methoden.
Abschließbare Fenstergriffe mit Pilzköpfen, Haus- und Wohnungstüren mit Mehrfachverriegelung und, falls man neue Fenster einbaut, Fenster mit RC2-Glas (Widerstandsklasse II) machen den Dieben das Leben dagegen schwer. „Ein Hund schreckt nur noch bedingt ab, gewiefte Einbrecher haben ein präpariertes Leckerli dabei, das den Hund in Tiefschlaf versetzt“, so die beiden Fachleute.
Geschlossene Rollläden über längere Zeit signalisieren die Abwesenheit der Einwohner. Sind die Rollläden aus Plastik, sind sie leicht aufzuschneiden und können aus ihrer Führung gerissen werden.
Haupteinbruchstage sind Donnerstag, Freitag und Samstag – die Haupteinbruchszeit liegt nicht etwa nachts, sondern zwischen 13 und 20 Uhr, dann, wenn viele Bürger unterwegs sind. Dreiste Einbrecher kommen aber sogar in Anwesenheit der Bewohner in der Tiefschlafphase ab zwei Uhr ins Haus. „Bemerkt man den Einbrecher, bitte nicht den Baseballschläger unter dem Kissen hervorziehen, sondern sich einfach bemerkbar machen – denn meistens gilt, dass Einbrecher nicht gesehen werden wollen und schnell weg sind“, so Welzel.
„Einbrecher gehen immer zuerst ins Schlafzimmer und ins Bad, dort wird oft Schmuck aufbewahrt“, berichteten die Polizisten aus ihren Erfahrungen. Stichwort Schmuck: Sehr wertvollen Schmuck sollte man unbedingt fotografieren, um gegenüber den Versicherungen den Wert belegen zu können – oder ihn bei längerer Abwesenheit in ein Bankschließfach legen.
Leider liege die Aufklärungsquote bei Einbrüchen unter 15 Prozent, bedauerten die Polizisten. Die besten Einbruchsverhinderer sind aufmerksame Nachbarn. Deshalb sollte man sie drauf hinweisen, wenn man etwa längere Zeit nicht da ist. Man sollte auch dafür sorgen, dass das Haus – etwa per Zeitschaltuhr – innen zu unterschiedlichen Zeiten beleuchtet ist, dass Rollläden rauf- und runtergelassen werden, der Postkasten nicht überquillt. „Fällt Ihnen etwas auf, lieber einmal zu viel als zu wenig oder zu spät die 110 anrufen“, so Oesterlin, der auch noch den Hinweis gab, sich Kennzeichen von verdächtig parkenden oder langsam durch Wohngebiete fahrenden Autos zu merken.

(Aus: "Die Oberbadische" vom 11. Mai 2017)










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